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Umbau eines DDR-Industriegebäudes zur Aufnahme des Stasi-Unterlagenarchivs der Außenstelle Chemnitz

 

Das ehemalige Robotrongebäude zwischen Loth- ringer Str. und Bruno-Salzer Str. in Chemnitz wur- de für die Aufbewahrung von rund 7,5 Kilometer Unterlagen der ehemaligen Bezirksverwaltung für die Staatssicherheit Karl- Marx-Stadt umgenutzt. Das 2-geschossige Gebäude aus den 60er Jahren befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Sächsischen Staatsarchiv und nimmt neben einer sachgerechten Unterbringung der Archivbestän- de auch dazugehörige Verwaltungsflächen auf. Das Gelände ist geprägt von seinem industriellen Charakter. Von der Bruno-Salzer-Straße kom- mend wird der Besucher über die Rampe zum Eingang geführt. Das repräsenative Entreè liegt an der internen Erschließungsstraße vis-à-vis zum Zugang des Staatsarchivs. Ein großzügiges, über- höhtes Foyer begrüßt den Besucher und bietet neben dem Empfang Möglichkeiten, wechselnde Ausstellungen zu präsentieren. Der vorhandene Flachbau besteht konstruktiv aus einer inneren 2-geschossigen, hochbelastbaren Halle und einer umlaufenden separaten Konstruktion, welche seinerzeit für Büronutzung konzipiert wurde. Dieses grundlegende Prinzip lässt sich hervorra- gend für die gewünschten Anforderungen nutzen und wird deshalb bei der künftigen Nutzung beibehalten. D.h. im dunklen, von äußeren Einflüssen geschützten inneren Gebäudebereich werden die klimatisierten Magazinräume (Bauteil A) und entlang der belichteten Außenfassade die Büroräume (Bauteil B) verortet. Die Fassade erhielt neue Fenster und Aussentü- ren aus eloxierter Aluminium-Metall-Glaskon- struktion mit aussenliegendem Sonnenschutz, als auch farbige Aluminium-Wellplatten mit entsprechender Wärmedämmung, mechanische Rollregalanlagen im Magazin- / Archivbereich.

 

Art:
Bauherr: FME – Verwaltungs GmbH & Co. GG Adorfer Straße KG
Zeitraum: 2019-2022
Mitarbeitende: Leonie Burgmaier, Lydia Heine, Diana Lindenau, Thorsten Mildner, Stefan Schmidt