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Sonderausstellung für die Rüstkammer der SKD „Churfürstliche Guardie“ – Schloss Hartenfels

Art: Direktauftrag Leistungsphase 2-8
Bauherr: Landratsamt Nordsachsen
Zeitraum: 2012 ausgeführt
Baukosten (GBK): 100.000 €
Fläche (NGF): 240 qm

Der Besucher gelangt über den Torweg entlang des Bärenzwingers oder über den Durchgang am Flaschenturm in den Schlosshof. Ein temporärer Schriftzug am zentralen Brunnen und eine Hinweistafel verweisen auf den Eingang zur Ausstellung im Erdgeschoss des Flügel D.
Dadurch kann eine größtmögliche Aufmerksamkeit erzielt werden, ohne den großzügigen Gesamteindruck des Schlosshofes zu beeinträchtigen. Die Ausstellungsräume sind geprägt von einer heterogenen Raumstruktur mit Kreuzgrat- und Tonnengewölben und vielfältigen Öffnungen und Durchgängen.
In den Fensternischen werden jeweils Tischvitrinen präsentiert, wodurch ein starker Bezug zum Schlosshof hergestellt wird. In den Räumen gibt es jeweils Leitobjekte, welchen Objekten, die in größeren Stückzahlen präsentiert werden, gegenüberstehen. Durch eine indirekte Beleuchtung der Gewölbe von der Oberseite der Wandbekleidung wird eine zurückhaltende Grundbeleuchtung des Raumes erreicht, welche durch punktuelle Exponatbeleuchtung akzentuiert wird.
Den im gebrochenen Weißton gehaltenen Gewölbe werden umbrafarbene Wandbekleidungen entgegengestellt, welche gleichzeitig als Schriftträger dienen. Die Vitrinen erhalten Einsätze mit einer Bespannung aus azurblauen Stoff.
Dem Ausstellungskonzept liegt ein chronologischer Ab- lauf zugrunde, die Räume werden entsprechend drei zeitlichen Themen zugeordnet. Die Präsentation der wertvollen Stücke erfolgt hauptsächlich in Vitrinen. Um einen kontinuierlichen Hintergrund für die Vitrinen zu schaffen, werden die bestehenden Räume durch eine durchlaufende Wandverkleidung geordnet. Die freistehenden Ganzglasvitrinen werden so platziert, dass die Struktur der Räume deutlich ablesbar wird und die Ausstellungsstücke in einen spannenden Dialog treten.